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Leichtathletik

Über Uns

Die Abteilung Leichtathletik bietet sowohl Leistungssport als auch nicht leistungsorientierte Leichtathletik. Schwerpunkt ist die Schüler-Leichtathletik bis hin zu den Jüngsten mit fünf Jahren. Für diese Kleinen gibt es das Angebot "Kindgerechte Leichtathletik". Ziel ist es, aus einer breiten Basis im Schülerbereich Talente für die Leichtathletik zu finden und sie an diese Sportart zu binden.

Größte Erfolge in den letzen Jahren:

  • Gunnar Walter dreifacher deutscher Senioren-Hallenmeister der Klasse M 30; Vizeweltmeister
  • Württembergischer Mannschaftsmeister Senioren M 30
  • Zahlreiche Kreismeistertitel bei den Schülern

 

Chronik

Als im Jahre 1922 die Fußballer sich dem Rasensport widmeten, fanden sich im Sportverein eine Hand voll Idealisten, die sich zu regelmäßigen Trainingsstunden trafen, um Leichtathletik zu betreiben.

Die Anfänge waren äußerst bescheiden, denn es fehlte an Allem. Es gab weder eine Leichtathletik – Anlage, noch Geräte und schon gar keine Trikots. Also trainierte man eben in den naheliegenden Wäldern. Heute nennt man dies Waldlauf. All diesen Widrigkeiten zum Trotz gründete Otto Rommel noch im gleichen Jahr eine eigenständige Leichtathletik – Abteilung. Bald schon stellten sich größere Erfolge ein; vorwiegend über die längeren Strecken und mit den Staffeln. Und auch damals schon  verließen die besseren Athleten die Abteilung in Richtung Stuttgart.

Von 1928 bis 1930 leitete Fritz Nürk die Abteilung, danach bis 1932 H. Vogt. Zu diesem Zeitpunkt stand es nicht zum allerbesten mit der Abteilung.

Dies änderte sich ab 1933. Der TV Denkendorf wurde vom Nazi – Regime politisch verboten. Die Leichtathleten dieses Vereines traten in die eigenständige Leichtathletik – Abteilung ein und sorgten somit für frischen Wind. Es wurden wieder vermehrt Wettkämpfe besucht.  Einen weiteren Zulauf von Athleten bekam man durch die an der Autobahn und an der Brücke über den Sulzbach tätigen Arbeiter. Und da nun mal die neue Autobahn da war, konnte man die sinnigerweise auch gleich als Laufstrecke nutzen.

1934 wurde dann der so genannte „ Vierländerkampf „  ins Leben gerufen. Die Leichtathleten der Gemeinden Nellingen, Berkheim, Köngen und Denkendorf traten in der Folge viele Jahre im Wettstreit gegeneinander an, allerdings während des Krieges und den Jahren danach ruhte der Vergleich. Das waren noch Zeiten, als die Bahnen mit Sägemehl oder Hobelspänen auf den eher unebenen Rasen gezeichnet wurden und sich niemand daran störte, dass der Rundenradius eher eine Spitzkehre war. Hochsprung war zu Beginn nur im Scherenschlag möglich, dem dann später der Wälzer folgte. Jede andere Technik hätte ob der bretterharten Sandgrube im besten Fall im Krankenhaus geendet. Der Flopp wurde ja erst bei der Olympiade in Mexico kreiert.

Nun kam die die traurige Kriegszeit und in deren Folge auch die Not. Da wurde der Sportplatz Klingenacker, also die Leichtathletik – Anlage kurzerhand in einen Kartoffelacker bezw. Gemüsefeld umfunktioniert.

Der Krieg war zu Ende und ganz langsam keimte das “ Pflänzchen „ Leichtathletik auf. Und wieder musste man auf der Autobahn trainieren. Allerdings ging es nur bis zum Sulzbachviadukt, denn dieses wurde in den letzten Kriegstagen durch einen irrwitzigen Befehl gesprengt. Man wollte den amerikanischen Vormarsch verzögern. Was natürlich nicht gelang.

Schon 1945 regte sich der erste zaghafte Sportbetrieb wieder. Wieder war die Fußballabteilung mit dabei und man weiß zu berichten, dass so manche gemeinsame Feier in der “ Germania „ stattgefunden haben soll; trotz allem erlittenen Elend.

1947 war die Leichtathletik – Abteilung schon in der Lage, die Württembergischen Waldlaufmeisterschaften auszurichten. Im gleichen Jahr wurde auch der Sportplatz „Klingenacker“ wieder seiner eigentlichen Bestimmung übergeben. Gotthilf Deuschle weihte die neue Weitsprunggrube gleich mit einem über viele Jahre bestehenden Kreisrekord ein. 6,16 m sprang er weit. In dieser Zeit war die Abteilung zahlenmäßig sehr gut aufgestellt. Dies resultierte auch aus der Tatsache, dass ein Turner, Handballer oder Fußballer auch Leichtathletik betrieb.

Dann folgte eine Periode, in der es weniger gut um die Abteilung bestellt war.

1949 trat  mit Rolf Deringer der erste richtige Übungsleiter auf den Plan. Er blieb bis zum Zusammenschluss der beiden Sport treibenden Denkendorfer Vereine im Jahre 1956. Der Turnverein und der Sportverein fusionierten zum heutigen TSV Denkendorf.

Mit dem Schulrektor Wilhelm Reutter begann dann ab 1957 eine neue Ära. Trotz seines Handicaps durch einen im Krieg verlorenen Arm oder gerade deshalb war er ein großes Vorbild und auch eine geachtete Respektperson. Ihm gelang es, den Grundstock für eine sehr erfolgreiche Phase zu legen, in der viele Top – Athleten aus unseren Reihen heraus kamen, die sich dann aber auch schon bald nach Stuttgart auf den Weg machten.

1971 war dann die Zeit reif für die LG Filder. Die Vereine Bernhausen, Nellingen, TV Echterdingen, Ruit, Köngen, Neuhausen und Denkendorf schlossen sich einschließlich der A und B – Jugend zusammen. Etwas später folgten noch Bonlanden und Berkheim. Von nun an hagelte es förmlich mit Spitzen – Platzierungen auf höchstem Niveau. Unzählige Landesmeisterschaften sowohl der Mannschaften als auch in den Einzeldisziplinen wurden erzielt. Aus unseren Reihen wurde Thomas Krazeisen Deutscher Meister mit der 4 x 400 m – Staffel der A – Jugend.

Die Gemeinschaft der LG Filder besteht bis zum heutigen Tage noch und sie wurde mit Beginn des Jahres 2009 noch um die Schülerklassen A und B erweitert. Allerdings ist die Gemeinschaft bei weitem nicht mehr so erfolgreich wie in der Anfangszeit ihres Bestehens. Hier folgt man dem allgemeinen Abwärtstrend, der um die Jahrtausendwende eingesetzt hat.

Weitere Bilder finden Sie in der  Fotogalerie .

Eine Chronologie der Abteilungsleiter sowie der Übungsleiter der Abteilung haben wir unter den jeweiligen Links zusammengestellt.


Ansprechpartner:

Name: Schäfer, Christine
Funktion: Geschäftsstelle
 
Name: Scheurenbrand, Heinz
Funktion: Abteilungsleiter
Telefon:0178 3461844